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Exotische Früchte per Schiffscontainer oder als Flugware?

22.02.2011, Vincent - FAQ

Containerschiff im Hafen von BangkokBangkok (Tropenkost) - Immer wieder erhalten wir Rückfragen zu Preisvergleichen und der Frage "Schiffs- oder Flugware?". Worin besteht eigentlich der Unterschied zwischen unserer "Tropenkost-Flugware" und anderen BIO-Bananen, Avocados, Mangos, Papayas oder billigen Kokosnüssen aus dem Asia-Shop um die Ecke? Warum nicht einfach mal "billig" einkaufen gehen?

Grundsätzlich ist es immer besser rohe Früchte zu essen, als Kochkost, egal woher sie kommen oder wie sie transportiert wurden. Bei "billigen" exotischen (BIO-)Früchten oder Kokosnüssen gilt es aber zu bedenken, dass dies nur durch günstige Transportkosten per Schiffscontainer machbar ist. Avocados, Bananen, Mangos, Melonen oder Papayas werden dazu grün und noch unreif geerntet und in gasdichten Kühlcontainern bei 0,5 - 15 Grad (je nach Art) unter kontrollierter bzw. modifizierter Atmosphäre ca. einen Monat transportiert. Während des Transports wird die Atmosphäre durch Stickstoffspülungen oder CO2 und Ethylen ständig reguliert. Durch die "geeignete" Atmosphäre wird zusätzlich zur Kühlung die Atmung der Früchte (siehe auch "Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit...") reduziert und damit die längere Haltbarkeit erzielt. Die Früchte fallen in eine Art Winterschlaf und verderben nicht.

Nach Ankunft in Deutschland wird die Schiffsware per Lastwagen zu Reifefabriken in ganz Deutschland transportiert. Diese Reifekammern sind wahre Zauberboxen: Maschinen blasen Gas, das die Früchte schnell reifen lässt, in die Kammern und in fünf bis acht Tagen ist z.B. die Verwandlung zur sonnengelben Banane komplett. Anschließend werden die Früchte in die Läden gebracht und verkauft. Die Lagerung von Früchten und Gemüsen unter modifizierter Atmosphäre ist auch in der Landlagerung, insbesondere bei Äpfeln, Birnen und Kiwis, sehr verbreitet. Hiermit lassen sich Lagerzeiten erreichen, mit denen man das ganze Jahr über den Markt bedienen kann.

Ob es sich nach einer solchen "Behandlung" dann noch um Rohkost handelt und welche Mengen an Vitaminen und Mineralstoffen diese mehrere Wochen alten Früchte dann enthalten, mag jeder selber beurteilen. Fakt ist, dass der Transport sonnengereifter, unbehandelter und ursprünglicher exotischer Früchte nur per Luftfracht möglich ist, da diese Früchte nach der Ernte innerhalb weniger Tage bei Ihnen auf dem Küchentisch sein müssen.


Warum gibt es bei Tropenkost einen Mindestbestellwert?

18.02.2011, Vincent - FAQ

Wir haben einen Mindestbestellwert, weil es sowohl wirtschaftlich als auch vom Aufwand für Verpackung und Energie eine Grenze gibt, unter der ein Direktversand von Thailand nach Europa keinen Sinn macht. Es ist deshalb leider nicht möglich in Bangkok ein einzelnes 1kg Paket zu packen und dann 11.000km zu versenden. Auch unter Berücksichtigung eines möglichst umweltschonenden Versandes, wäre der notwendige Verpackungsaufwand im Verhältnis zur verschickten Ware nicht zu vertreten.


Ich möchte meine Ernährung auf Rohkost umstellen. Können sie mir die ersten Schritte aufzeigen?

21.06.2010, Vincent - FAQ

Bangkok (Tropenkost) - Am liebsten hätte ich jetzt einen Block auf meinem Schreibtisch und würde einfach das richtige Rezept aufschreiben: Rezept"Nehmen Sie zuerst ein Tropenkost-Begrüssungspaket, mischen Sie dies mit reichlich frischen Wald- und Wiesenkräutern und verzehren dies zusammen mit rohem BIO-Gemüse, etwas Nüssen und Trockenfrüchten. Nehmen Sie Ihre Medizin dann 3-mal täglich am besten als Abo."
Leider ist es nicht so einfach. Roh- und Urkost gibt es nicht auf Rezept und Tropenkost steht als Heilmittel auf keinem Krankenschein, obwohl die "Heilkraft aus den Tropen" zuletzt wieder von Barbara Simonsohn ausführlich besprochen wurde.

Vielleicht lassen sich die ersten Schritte aber so beschreiben: Es beginnt mit der Entscheidung die Verantwortung zu übernehmen. Niemand kann uns die Verantwortung für die eigene Gesundheit wirklich abnehmen. Gesundheits-KonzWeder Arzt und Krankenkasse, noch Tropenkost oder das Urkostforum. Ein gesundes Leben, durch die Umstellung seiner Ernährungsgewohnheiten ist ein neuer, meist auch langwieriger und nicht immer einfacher Weg. Für diesen persönlichen neuen Lebensweg gibt es keine (Patent-)Rezepte und allgemeingültigen ersten Schritte. Aber es gibt einen reichen Schatz an Erfahrungen anderer Menschen, die diesen Weg bereits gegangen sind. In dem Moment, in dem wir die Verantwortung für uns selber übernehmen, stellen wir fest, dass wir vieles zuerst völlig neu erlernen müssen. Lernen wir aus den Erfahrungen anderer Menschen, die Verantwortung für sich übernommen haben! Dann kommen unsere eigenen Erfahrungen Schritt für Schritt hinzu. Und bereits nach wenigen Wochen stellen wir fest, dass wir auf dem richtigen Weg sind. 

Die Frage nach den ersten Schritten zur Roh- und Urkost beantworte ich deshalb mit der Bitte zu lesen. Zum Einstieg in die Thematik sind nach wie vor die Klassiker, Rohkost nach Helmut Wandmaker, Urkost nach Franz Konz (Bund für Gesundheit e.V.) und Sonnenkost nach David Wolfe zu empfehlen. Der erste Erfahrungsaustausch über Probleme mit der Ernährungsumstellung ist im Urkostforum dank vieler engagierter Mitglieder und Leser immer ein Gewinn. Damit Ihnen eine gesündere Ernährung von Beginn an schmeckt, bietet sich das Tropenkost-Begrüßungspaket an, dem auch ein Infoheft mit vielen Früchteinformationen beiliegt. Ich freue mich wenn unsere Früchte Ihren Geschmack treffen.


Warum sind Früchte trotz Saison in Thailand bei Ihnen teilweise nicht lieferbar?

08.06.2010, Vincent - FAQ

Bangkok (Tropenkost) - Oft kann man diese Frage nicht klar beantworten. Bei Tropenkost geht es nicht nur um die Saison, die eine Frucht in Thailand hat. Das wichtigste Kriterium für uns ist neben der Reife einer Frucht auch die nachvollziehbare Herkunft. Ist die Frucht wirklich aus organischem Anbau? Sind die Früchte sicher chemiefrei - möglichst aus Anbau in Permakultur - geerntet worden?

Oft ist das Angebot begrenzt auf wenige Farmer und auch wenn Früchte in Thailand eigentlich in der Hochsaison sind, ist ein Versand dann leider nicht immer möglich. Grundsätzlich versendet Tropenkost keine Früchte, die wir nicht auch selber mit unseren Familien essen. Roh- und Urköstler die für Ihre Nahrung die gleichen hohen Qualitätskriterien ansetzen, werden dafür Verständnis haben.

Hinzu kommen aber auch andere natürliche Ursachen. Obwohl in der letzten Lieferwoche noch die Verfügbarkeit von Litchis angekündigt war, hat ein starker Tropensturm fast die gesamte noch mögliche Litchi-Ernte unserer Bergfarmer in Chang Mai zunichte gemacht. Neben immer wieder auftretenden Sturmschäden haben wir Ende Oktober in weiten Landesteilen oft mit Überschwemmungen zu kämpfen. In solchen Fällen müssen dann kurzfristig auch in bereits bestätigten Lieferungen teilweise Früchte noch am Versandtag getauscht werden. Ein Zukauf von Früchten aus zweifelhafter Herkunft kommt auch dann nicht in Frage. Ganz allgemein herrscht zusätzlich in einigen Gebieten Thailands aktuell immer noch eine ungewöhnliche Trockenperiode vor, so dass einige Früchte dieses Jahr erst später oder gar nicht zu ernten sein werden.

Trotz aller Schwierigkeiten macht uns die Arbeit Spaß. Täglich sprechen wir mit Landbesitzern und Farmern und versuchen sie von den Vorteilen des organischen Anbaus zu überzeugen. Täglich bemühen wir uns brachliegendes Land durch Wieder-Aufforstung auf der Basis von Permakultur für eine nachhaltige Zukunft nutzbar zu machen. Und wenn eine exotische Frucht - trotz Saison in Thailand - einmal nicht lieferbar ist, hat dies in der Regel einen guten Grund.

Sofern Sie im Tropenkost-Shop angemeldet sind, informieren wir regelmäßig über Newsletter, sobald sich die Verfügbarkeit einer baumreifen Tropenfrucht in bester Roh- und Urkostqualität ergibt.