Kokosnüsse leiden unter Trockenheit

13.04.2010, Vincent - Tropen-News

Bangkok (Vincent) - Auf Grund der anhaltenden Trockenheit in den nördlichen Gebieten Thailands gibt es bei einigen Früchten zur Zeit Ernteprobleme. Besonders macht sich dies bei den Kokosnüssen bemerkbar. In der letzten Woche fiel die Ernte der jungen Trink-Kokosnüsse (Pagode) wieder wesentlich geringer aus als erwartet. Sofern die Kokosnusspalme nicht genügend Wasser erhält, fallen die Kokosnüsse einfach zu früh herunter und wachsen nicht mehr voll aus. Auch wenn die Kokosnüsse zwar prall mit Kokoswasser gefüllt sind, ist der Geschmack weniger süß, die innere Schale bleibt sehr dünn und es bildet sich kein oder kaum Fruchtfleisch. Für die Früchtepakete in der KW 15, die morgen in Deutschland eintreffen, haben wir versucht noch mal die besten Kokosnüsse zu bekommen. Oft mussten wir einen Teil der äusseren Hartfaserschale belassen, damit die Nüsse auf dem Transportweg nicht brechen. Zudem sind die Nüsse durch den Anteil der Hartfaserschale eigentlich für den kostengünstigen Versand zu schwer. Für die nächsten Wochen haben wir uns entschlossen erst mal keine Kokosnuss-Bestellungen anzunehmen.  

Zwar gibt es viele Arten von Kokosnusspalmen und nicht ganz Thailand ist von der Trockenheit gleichmäßig betroffen, allerdings versenden wir nur Kokosnüsse der Sort "Nam Hom" (duftendes Wasser), die für uns nur von wenigen Farmern völlig natürlich und chemiefrei angebaut werden. Es ist deshalb leider nicht möglich die Qualität der Tropenkost-Kokosnüsse einfach zu ersetzen.

Mit Beginn der Regenzeit im Mai wird sich die Situation innerhalb weniger Wochen wieder normalisieren.


Ausschreitungen in Bangkok

13.04.2010, Vincent - Tropen-News

Bangkok (Vincent) - Sicherlich haben Sie in den Nachrichten von den Ausschreitungen gehört, die das letzte Wochenende in Bangkok überschattet haben. Auch wenn für uns und unsere Mitarbeiter, keine direkte Gefahr bestand, empfehlen wir Tropenkost-Freunden vor Urlaubsreisen nach Thailand die Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes zu beachten.
Das Team von Tropenkost ist tief in der thailändischen Gesellschaft verwurzelt. Mit unserer Arbeit vor Ort fördern und lehren wir täglich einen friedlichen, respektvollen Umgang mit der Natur und unserem Nächsten. Rohkost und Frieden gehören von Natur aus untrennbar zusammen. Heute beginnen in ganz Thailand die Feierlichkeiten zum Neujahrsfest Songkran. Ein Fest der Familie, ein Fest des friedlichen Miteinander zwischen Jung und Alt. In Bangkok ist es leiser geworden.
Die Gesellschaft ist gespalten. Neuwahlen innerhalb der nächsten Monate könnten zu einer ersten Lösung der Konflikte beitragen. Aber der Weg zu modernen demokratischen Systemen ist auch für Thailand noch lang. Wichtig wäre es darauf zu achten, dass das Volk häufiger unmittelbar an wichtigen Entscheidungen beteiligt ist.


Wir nähern uns Songkran

05.04.2010, Som`s Garden

MangobaumPhitsanulok (Tom) - Es ist Hochsommer, die heißeste Zeit bei uns und dementsprechend staubig in der Farm. Zwar erscheinen jeden Tag große Wolkentürme, die sich aber (noch) immer wieder auflösen. Für die Mangos hat das den Vorteil, dass weniger Schädlinge (wie die Citrusschmierlaus) unterwegs sind. Es hat aber auch, unter anderem, den Nachteil, dass die Blüten noch vor der Befruchtung vertrocknen. Deshalb müssen jetzt in der Trockenperiode selbst ausgewachsene Mangobäume bewässert werden, will man noch Mangofrüchte bekommen. Allerdings mit Vorsicht, da einige Mangosorten, die dumme Angewohnheit haben, bei zuviel Wasser ihre Früchte abzuwerfen. Die Sorte Pet (Diamond) ist hierfür ein gutes Beispiel.

Mango TrockenfrüchteUnsere Papayas wachsen in dieser Zeit trotz Bewässerung etwas langsamer. Da wir anstelle der schnellen Frucht lieber ein langsameres Wachstum ohne Kunstdünger in Kauf nehmen, wird es noch etwas dauern, bis in Som's Garden wieder Papayas erntereif sind. Wichtig sind gesunde Papayas und wohlschmeckende Früchte.

Unsere "neue Hütte" für die Trockenfruchterzeugung steht bereits und absolviert gerade einen ersten Dauerstresstest ;-)


Genetisch vererbte chronische Krankheiten durch falsche Ernährung der Eltern?

05.04.2010, Vincent - Ernährung & Gesundheit

Bangkok (Vincent) - Wenn die Schulmedizin nicht mehr weiter weiß, kommt immer die Antwort es liegt an den Genen. Ihre Erkrankung ist genetisch bedingt, genetisch veranlagt, liegt in der Familie usw. Über die ursprüngliche Ernährungsanpassung der Menschen hatte ich in diesem Blog bereits einen Artikel von Bernd Bieder zitiert. Bei allen ärztlichen Erklärungsversuchen, insbesondere für die Unheilbarkeit einer chronischen Erkrankung, war und bin ich schon immer sehr skeptisch gewesen. Woher kommt die genetische Veranlagung genau? Warum erbe ich etwas, dass meine Mutter gar nicht hat?

Eine von vielen chronischen Erkrankungen für die die Schulmedizin keine Ursachen benennen kann (oder will) und bei der dann regelmäßig von genetischer Veranlagung gesprochen wird, ist z.B. die Neurodermitis: "Warum jemand Neurodermitis bekommt, ist nicht bis ins letzte Detail erforscht. Wissenschaftler haben bislang etwa 20 verschiedene Gene identifiziert, die etwas mit der Juck-Krankheit zu tun haben können."
stern.de/allergie/erkrankungen/neurodermitis-im-teufelskreis-von-jucken-und-kratzen )

Sie kennen diese Sätze sicherlich auch im Zusammenhang mit anderen chronischen Erkrankungen. Umso interessanter sind dann aktuelle Ergebnisse einer amerikanischen Forschungsarbeit zu werten. Kurz gesagt: Ernährt sich die Mutter während einer Schwangerschaft ausgewogen, so sinkt das Risiko für den Nachwuchs im späteren Leben zu erkranken. Die Ernährung der schwangeren Frau beeinflusst entscheidend welche Gene aktiviert werden.
(Original-Link in Englisch: http://www.pnas.org/content/107/12/5557.short
Artikel in Deutsch Stuttgarter Zeitung / Focus-Online / Ärzte-Zeitung-Online )

Und so macht die so oft zitierte erbliche Veranlagung zu einer bestimmten Krankheit dann durchaus Sinn. Genauso wie jeder Mensch seine Gesundheit und sein Leben dadurch entscheidend beeinflusst welche Art und Form der Nahrung er täglich zu sich nimmt, so hat bereits die Ernährung der Mutter vor und während der Schwangerschafft einen erheblichen Einfluß auf die spätere Entwicklung des Kindes.

Spannend bleibt noch die Frage welchen genauen Einfluß die Ernährung auf die Spermien des Mannes hat. Obwohl ich glaube die Antwort bereits ohne weitere wissentschaftliche Forschung recht gut zu kennen. Mein Tipp: Liebe Frauen, sucht Euch Tropenköstler für die Nachwuchsplanung!  ;-)