Brotfrucht

Fruchtfleisch der geöffneten Brotfrucht
Fruchtfleisch der geöffneten Brotfrucht

Brot­frucht [lat. Ar­to­ca­pus al­ti­lis], Thai-Na­me: Sa Ke (สาเก), Sai­son: ganz­jäh­rig.

Die Brot­frucht ist ein na­her Ver­wand­ter der Jack­baum­frucht. Die bis zu 2 Ki­lo­gramm schwe­ren Fruch­tstän­de (Brot­frucht) mit wei­ßem Frucht­fleisch die­nen vor al­lem in Asi­en als Grund­nah­rungs­mit­tel. Die Brot­frucht ist hier all­ge­mein be­liebt und schmeckt auch für un­se­ren Gau­men sehr an­ge­nehm. Die Frucht­stän­de ent­hal­ten bis zu 22% Stär­ke und 1–2% Ei­weiß. Der Brot­frucht­baum ist ur­sprüng­lich in Po­ly­ne­si­en be­hei­ma­tet ge­we­sen. Er wur­de ver­mut­lich be­reits im 12. Jahr­hun­dert durch Men­schen über den na­tür­li­chen Ver­brei­tungs­raum hin­aus ver­brei­tet.

Die be­rühm­te Meu­te­rei auf der Boun­ty ist un­trenn­bar mit der Ge­schich­te der Brot­frucht ver­bun­den: Wil­liam Bligh be­kam 1787 von Kö­nig Ge­org III. den Auf­trag, Steck­lin­ge des Brot­frucht­baums von Ta­hi­ti zu den eng­li­schen Ko­lo­ni­en in West­in­di­en (Ja­mai­ka, Bar­ba­dos u.a.) zu brin­gen. Sie soll­ten den Skla­ven auf den dor­ti­gen Zu­cker­rohr­plan­ta­gen zur Nah­rung die­nen. Dies war der ers­te von ei­nem Staat un­ter­stütz­te Ver­such, ei­ne wirt­schaft­lich wich­ti­ge Pflan­ze, an ei­nen neu­en Stand­ort an­zu­sie­deln. Nach der ers­ten Ex­pe­di­ti­on, die we­gen der Meu­te­rei schei­ter­te, er­hielt Bligh ein zwei­tes Kom­man­do mit dem sel­ben Auf­trag. Dies­mal konn­te er zwar sei­nen Auf­trag erfül­len, von den Skla­ven in der Ka­ri­bik wur­de die Brot­frucht aber nicht als Er­satz für Ge­trei­de ak­zep­tiert.

Die Brot­frucht wird noch grün ge­ern­tet, wird nach der Rei­fe gold­gelb und be­sitzt dann ei­nen stren­gen, sü­ßen Ge­schmack. Ge­koch­te un­rei­fe Früch­te wer­den als Ge­mü­se oder Mus ver­zehrt. Bei zu­neh­men­der Rei­fe wer­den die Brot­früch­te sehr weich und leicht bräun­lich. Die Scha­le ist sehr dünn und kann durch­aus mit­ ver­zehrt wer­den. Die voll­rei­fe Frucht ist roh ess­bar

Brot­früch­te sind lei­der in Thai­land zur Zeit noch nicht aus na­tür­li­chem An­bau lie­fer­bar. Al­ter­na­tiv ver­sen­den wir ak­tu­ell fri­sche Jack­früch­te und wäh­rend der Sai­son die Cem­pe­dak­frucht.