Durian

Verschiedene Durian-Sorten im Vergleich
Verschiedene Durian-Sorten
Durian-Sorte "Mon Thong"
Durian der Sorte "Mon Thong"
Durian-Sorte "Kanyao"
Durian der Sorte "Kanyao"
Durian-Sorte "Chanee"
Durian der Sorte "Chanee"

Du­ri­an "Mon Thong" [lat. Du­rio zi­be­thi­nus L.], Thai-Na­me: Thu­ri­an (ทุเรียน), Sor­te: Mon Thong, Hoch­sai­son: März – Sep­tem­ber.

"Kö­nig der Früch­te" ist nur ei­ne Be­zeich­nung die­ser Frucht, an der sich im­mer wie­der die Geis­ter schei­den. Ent­we­der man mag sie, und dann trifft zu, was der bri­ti­sche Na­tur­for­scher Al­fred R. Wallace Mit­te des 19. Jahr­hun­derts in sein Ta­ge­buch schrieb, nach­dem er auf Bor­neo sei­ne ers­te Du­ri­an ver­zehrt hat­te: "Je mehr man da­von isst, de­sto we­ni­ger ist man ge­neigt, auf sie zu ver­zich­ten".

Macht der Du­ri­an süch­tig? Nicht im Sin­ne ei­ner kör­per­li­chen Sucht. Aber wer Du­ri­an mag, der wird ihn auf den Spit­zen­platz sei­ner Prä­fe­renz­lis­te set­zen. Und wer kä­me schon auf den Ge­dan­ken, ei­nem Ap­fel oder ei­ner Bir­ne ein Denk­mal zu er­rich­ten? Doch in der süd­phi­lip­pi­ni­schen Stadt Da­vao steht ein Du­ri­an-Denk­mal – ge­nau­so selbst­ver­ständ­lich wie in Mün­chen die Ba­va­ria, wenn auch nicht ganz so groß.

Oder man mag ihn nicht, den Du­ri­an, und dann rea­giert man fast al­ler­gisch auf die Frucht, und man kann sie, im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes, nicht rie­chen. Denn der Du­ri­an stinkt, er stinkt so­gar ganz fürch­ter­lich (und das ge­ben so­gar Du­ri­an-Fa­na­ti­ker zu). Das Frucht­fleisch des Du­ri­an ist sehr, sehr cre­mig und es ist wich­tig zu wis­sen, dass der Ge­ruch des Du­ri­an nichts mit sei­nem Ge­schmack zu tun hat. Wer sich am ers­ten Ge­ruch nicht stört, er­lebt ei­nen Ge­schmack, der als sü­ßer, but­ter­ähn­li­cher Va­nil­le­pud­ding, ge­würzt mit Man­deln und Sher­ry be­schrie­ben wer­den könn­te. Die­ser Ge­schmack ist na­tür­lich auch der Grund, dass die­se Frucht in ih­ren Ur­sprungs­län­dern so be­liebt ist. Der Du­ri­an kommt ei­gent­lich von den Bor­neo-In­seln, In­do­ne­si­en, und hat sich über ganz Asi­en ver­brei­tet. In Thai­land er­reicht er je­doch sei­ne höchs­te Qua­li­tät und wächst in den Pro­vin­zen Chan­tha­b­u­ri, Ray­ong und Pra­chin­bu­ri. Dass die von uns ver­sand­te Thai-Sor­te "Mon Thong" zu den bes­ten Du­ri­an­früch­ten des Lan­des gehört, ver­steht sich von selbst.

Nur wer ihn zu­min­dest ein­mal in sei­nem Le­ben pro­biert hat, wird über den "Kö­nig der Früch­te" mit­re­den und dis­ku­tie­ren kön­nen. Der Du­ri­an ist auf je­dem Fall ei­ne Vi­ta­min- und Mi­ne­ra­li­en­bom­be und die­se Frucht macht satt! Bo­ta­nisch rich­tig ist es der Kö­nig der Früch­te, al­so der Du­ri­an (Du­rio zi­be­thi­nus) von Ma­lay­isch, In­do­ne­sisch "Du­ri" = der Dorn, der Sta­chel.

Je nach Sai­son sind noch wei­te­re Sor­ten Du­ri­an in Thai­land ver­füg­bar:

Du­ri­an "Kanyao" [lat. Du­rio zi­be­thi­nus L.], Thai-Na­me: Thu­ri­an (ทุเรียน), Sor­te: Ka­nyao, Sai­son: März - April.

Die Du­ri­an-Hoch­sai­son für die­se noch sehr ur­sprüng­li­che, wil­de Du­ri­an­sor­te geht je­des Jahr nur von De­zem­ber bis April. Der Preis liegt et­was über dem Mon Thong. Im Un­ter­schied zum Du­ri­an "Mon Thong" gibt es die Sor­te "Kanyao" nur für we­ni­ge Mo­na­te im Jahr. Die­se äl­te­re, noch sehr ur­sprüng­li­che Du­ri­an­sor­te ist im Ver­gleich fei­ner im Ge­schmack, nicht ganz so in­ten­siv und süß und er­in­nert den Gau­men eher an ei­nen sehr wei­chen Sher­ry. Die Scha­le ist we­sent­lich di­cker, mit dich­ten klei­nen Sta­cheln be­setzt und die Fleisch­kam­mern sind we­sent­lich klei­ner. Auch hat Kanyao im Ver­gleich noch gro­ße Sa­men­ker­ne. Der Du­ri­an bleibt meist au­ßen noch grün, auch wenn er in­nen be­reits zu 100% reif ist und die Scha­le be­ginnt auf­zu­plat­zen. Für Ken­ner ist Ka­nyao ei­ne De­li­ka­tes­se.

Du­ri­an "Cha­nee" [lat. Du­rio zi­be­thi­nus L.], Thai-Na­me: Thu­ri­an (ทุเรียน), Sor­te: Cha­nee, Sai­son: März - Mai.

Im Un­ter­schied zum Du­ri­an "Mon Thong" gibt es die Sor­te "Cha­nee" nur für we­ni­ge Wo­chen im Jahr. Die­se äl­te­re, un­ver­fälsch­te und ur­sprüng­li­che Du­ri­an­sor­te ist im Ver­gleich we­sent­lich kräf­ti­ger und stär­ker im Ge­schmack, sehr in­ten­siv, nicht so süß und er­in­nert den Gau­men eher an ei­nen star­ken Cognac. Cha­nee bie­tet völ­lig neue, un­er­war­te­te Ge­schmacks­kom­po­nen­ten. Die Scha­le ist we­sent­lich di­cker, mit gro­ßen Sta­cheln be­setzt und die Fleisch­kam­mern sind von mitt­le­rer Grö­ße. Cha­nee hat im Ver­gleich ei­ne mitt­le­re Kern­grö­ße. Ach­tung, durch die In­ten­si­tät des Ge­schmacks ist die­ser Du­ri­an si­cher­lich nicht für "An­fän­ger" ge­eig­net und nur für "Pro­fis" ess­bar. Der Du­ri­an ver­färbt sich kurz vor der Rei­fe wie der Mon Thong und kann be­reits zu 100% reif sein, be­vor die Scha­le be­ginnt auf­zu­plat­zen.

Du­ri­an "Kra­thum" [lat. Du­rio zi­be­thi­nus L.], Thai-Na­me: Thu­ri­an (ทุเรียน), Sor­te: Kra­thum, Sai­son: März - April.

Die fast run­den Früch­te ent­hal­ten ein fei­nes, cre­mi­ges Frucht­fleisch, mit ei­nem sehr zar­ten und mil­den Du­ri­an­ge­schmack. Auch der be­rühm­te Du­ri­an­ge­stank ist im Ge­gen­satz zu an­de­ren Sor­ten beim Kra­t­hum nicht so auf­dring­lich und nur leicht zu ver­neh­men. Der Du­ri­an ist des­halb für Ken­ner und Ex­per­ten eher we­ni­ger in­ter­es­sant, eig­net sich aber ide­al als Ein­stieg in die Viel­falt der Du­ri­an­ge­schmacks­wel­ten. Der Du­ri­an Kra­t­hum wird von Ein­hei­mi­schen auch ger­ne als klei­ner Bru­der des Ka­nya­os be­zeich­net und hat von Na­tur aus ei­ne be­son­ders ge­rin­ge Grö­ße. Auf Grund die­ser klei­ne­ren ur­sprüng­li­chen Früch­te kann Du­ri­an Kra­t­hum be­reits ab ei­ner Be­stell­men­ge von 1kg ver­schickt wer­den. Da­mit eig­net sich die­se Frucht her­vor­ra­gend für ei­nen ers­ten Du­ri­an-Test­schmaus.