Sapotille (Sapodilla)

Aufgeschnittene Sapotillen

Sa­po­til­le (Sa­po­dil­la) [Ma­nil­ka­ra za­po­ta L.], Thai-Na­me: La-mut (ละมุด), Sai­son: April – Ja­nu­ar.

Die Sa­po­til­le, in­ter­na­tio­nal eher Sa­po­dil­la in Deutsch­land oft auch Brei­ap­fel ge­nann­te Tro­pen­frucht wird in vie­len Tei­len Thai­lands an­ge­baut und äh­nelt äu­ßer­lich ei­ner klei­nen brau­nen Man­go­frucht. Ur­sprüng­lich stammt die Sa­po­til­le aus Zen­tral­ame­ri­ka. Der im­mer­grü­ne Baum, des­sen Rin­de, Blät­ter und un­rei­fen Früch­te ei­nen wei­ßen, kleb­ri­gen Milch­saft ent­hal­ten, wird et­wa 15 bis 20 Me­ter hoch. Die Az­te­ken nann­ten den Milch­saft "Chicl", was schlicht­weg Kau­gum­mi hieß.

Ei­gent­lich se­hen die 5-20 cm gro­ßen und sehr emp­find­li­chen Bee­ren­früch­te eher un­schein­bar aus. Selbst die Form kann un­ter­schied­lich sein: ent­we­der sind sie rund oder spitz zu­lau­fend. Sie wer­den nur im rei­fen Sta­di­um, je nach Ge­schmack mit oder oh­ne die Scha­le, ge­ges­sen. Die Scha­le sel­ber hat ei­ne hell­brau­ne Far­be und ist et­was rau. Wenn Sie Sa­po­til­len mit ei­ner glat­ten, grün­li­chen Haut se­hen, sind sie noch un­reif und soll­ten in die­sem Zu­stand nicht ge­ges­sen wer­den, da sie noch viel Gerb­säu­re und Milch­saft ent­hal­ten.

Rei­fe Sa­po­til­len sind in Eu­ro­pa nur sehr sel­ten er­hält­lich, ob­wohl sich die ge­kühl­ten Früch­te über ei­ne Wo­che hal­ten und gut im Kühl­schrank ge­la­gert wer­den kön­nen. Sie ent­hal­ten viel Zu­cker und das zu den B-Vi­ta­mi­nen ge­hö­ren­de Ni­co­tin­amid. Die Volks­me­di­zin ver­wen­det den Sud der ge­koch­ten Scha­len auch ge­gen Fie­ber.

Das wei­che, gelb­lich bis rötlich-brau­ne Frucht­fleisch wird meis­tens in zwei oder vier Stü­cke ge­schnit­ten, ent­kernt und dann ge­ges­sen. Je­de Frucht ent­hält ei­ni­ge gro­ße schwar­ze Sa­men, die ster­nen­för­mig an­ge­ord­net sind und nicht mit­ver­zehrt wer­den. Der Ge­schmack äh­nelt ei­ner Mi­schung zwi­schen Bir­ne, Ba­na­ne und Ka­ra­mell und die Sa­po­til­le gilt in Thai­land, wie in Ame­ri­ka als ei­ne der bes­ten Tro­pen­früch­te. Die wich­tigs­ten An­bau­ge­bie­te sind die Pro­vin­zen Chon­bu­ri, Suk­ho­thai, Nak­hon Sa­wan und Nak­hon Si Tham­ma­rat.